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Osterfeierlichkeiten und Krisenbewältigung

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05. April 2010

Osterfeierlichkeiten vor Hintergrund der Missbrauchskrise

Trotz des anhaltenden Regens sind Zehntausende auf den Petersplatz in Rom gekommen, um den Papst zu sehen und die Auferstehung Jesus zu feiern. Dabei passte das trübe Wetter sehr gut zur "dunklen Wolke", unter der die katholische Kirche z.Z. steht. Dennoch nutzte der Papst auch dieses Jahr die Gelegenheit, live in über 100 Fernsehkanälen auf weltweite Krisenherde aufmerksam zu machen. Auf das Missbrauchsthema dagegen ging er nicht detailiert ein, trotz des Wissens, dass gerade da Erklärungen erwartet wurden.

Vielen anderen Geistlichen die unmittelbarer davon betroffen sind, bietet sich dagegen kaum die Möglichkeit diesem Thema aus dem Weg zu gehen. So wies beispielsweise der Augsburger Bischof Walter Mixa die Misshandlungsvorwürfe gegen ihn selbst erneut zurück. Die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" nannte die Missbrauchsdebatte grobe Propaganda gegen den Papst und die Katholiken, während der Münchner Erzbischof Reinhard Marx und der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick mehr Verantwortung von den Einzelnen fordern. Die EKD (Evangelische Kirche Deutschland) sieht sich nach Bekanntwerden mehrerer Fälle in den eigenen Reihen in einer Art Haftungsgemeinschaft mit den Katholiken, so der EKD- Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, dieser riet im Umgang mit den Tätern zu Anzeigen und Strafverfolgung. Am Sonntag entschuldigte sich Papst Benedikts Hausprediger dafür, die Angriffe auf die Kirche und deren Oberhaupt mit Antisemitismus verglichen zu haben, wogegen Juden in mehreren Ländern protestiert hatten.

Man ist sich also auch innerhalb der Kirche nicht überall einig, welches der geeignetste Weg ist um aus der derzeitigen Krise heraus zu führen. Sicherlich ist es auch keine leichte Aufgabe, eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden, denn die Reaktionen auf das was dieser Tage durch die Medien geht sind recht verschieden, und leider manchmal auch sehr einseitig. Während Einige von Propaganda gegen die Kirche sprechen, sehen Andere das Ausmaß des Medieninteresses als angemessen, oder aber die Kirche sowie deren Angehörige werden pauschal "über einen Kamm geschoren".




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Datum: 05.04.2010 19:01:18

Name: Christ

Kommentar: Es wurde auch Zeit das die Notwendigkeit von Solidarität erkannt wurde. Man kann sich ja nicht ernsthaft einbilden die katholische Kirche wäre die einzig angreifbare Kirche.

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